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title: "Souveränität kann man nicht kaufen – man muss sie bauen. Meine Eindrücke vom Cloud X Summit 2026"
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published_at: "2026-09-25T21:42:41+00:00"
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excerpt: "Mehr als 2.000 Menschen, volle Säle und echte Aufbruchsstimmung: meine Eindrücke vom Cloud X Summit by STACKIT 2026 in Wiesbaden – und warum digitale Souveränität keine Abschottung ist, sondern Wahlfreiheit, die man sich erarbeiten muss."
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  - "KI und Digitalisierung"
  - "Strategie"
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  - "Blog"
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### Nicht reagieren, sondern bauen: Wie in Wiesbaden Europas digitale Souveränität Gestalt annimmt

*Meine Eindrücke vom Cloud X Summit by STACKIT 2026*

**Kurz zusammengefasst:** Mehr als 2.000 Menschen, ein Live-Orchester, volle Säle bis in den letzten Industry Room – der Cloud X Summit am 17. September in Wiesbaden war für mich mehr als eine Fachkonferenz. Er hat gezeigt, dass digitale Souveränität in Europa kein Wunschbild mehr ist, sondern gebaut wird: von der Finanzverwaltung in Hessen über die Polizei in Baden-Württemberg bis zu Klinikkonzernen. Die wichtigste Erkenntnis des Tages: Souveränität ist keine Abschottung, sondern Wahlfreiheit – und sie ist eine Fähigkeit, die man sich erarbeiten muss. Was STACKIT und die Schwarz Gruppe dafür auf die Beine gestellt haben, verdient großen Respekt. Für Europa ist es wichtig, für Deutschland unverzichtbar.

#### Eine Stimmung, die man nicht bestellen kann

Schon beim Betreten der großen Halle war klar: Das hier wird kein gewöhnlicher Konferenztag. Ein Countdown auf der Videowand, ein Orchester auf der Bühne, ein Saal bis auf den letzten Platz gefüllt. Der Eröffnungsfilm stellte eine Frage, die mich den ganzen Tag begleitet hat: Worauf kann man sich eigentlich noch verlassen – in einer Zeit, in der es kaum noch Konstanten gibt, sondern nur noch Variablen?

Die Antwort des Tages war keine Beschwörung, sondern eine Einladung zum Handeln. Und genau das war spürbar: eine echte Aufbruchsstimmung. Keine Klage über Abhängigkeiten, sondern Menschen aus Wirtschaft, Verwaltung, Sicherheitsbehörden und Gesundheitswesen, die zeigen, was bereits funktioniert – und die Lust darauf machen, weiterzugehen.

#### Warum es um mehr geht als um Technik

[Bernd (Bernie) Wagner](https://www.linkedin.com/in/bernd-wagner/)
, CSO von Schwarz Digits, begann seine Eröffnungskeynote nicht mit Produkten, sondern mit Europa. Mit einem demografischen Befund, der auch uns in der Wohlfahrtspflege täglich beschäftigt: Jedes Jahr gehen in Deutschland rund eine Million Menschen in den Ruhestand. Produktivität durch Digitalisierung und KI ist darauf die realistische Antwort – aber nur, wenn wir dabei nicht in neue, gefährliche Abhängigkeiten geraten. Wie schnell sich der Zugang zu Schlüsseltechnologien politisch verändern kann, haben die vergangenen Monate eindrücklich gezeigt.

Europa, so Wagners Botschaft, hat alle Voraussetzungen, um hier eigene Antworten zu geben: einen Binnenmarkt mit 465 Millionen Menschen, starke Industrie, exzellente Forschung. Was es braucht, ist der Mut, diese Stärke auch digital auszuspielen.

#### Souveränität heißt Wahlfreiheit – nicht Abschottung

Den für mich wichtigsten Gedanken des Tages formulierte BSI-Präsidentin [Claudia Plattner](https://www.linkedin.com/in/claudiaplattner/)
 in der Gesprächsrunde mit [Thomas Berger](https://www.linkedin.com/in/thomas-berger-17b4491bb/)
 (Polizei Baden-Württemberg) und [Harald Mannheim](https://www.linkedin.com/in/harald-mannheim-07439992/)
 (Schwarz Digits): Souveränität bedeutet nicht Autarkie, sondern die Freiheit, vom Tisch aufstehen zu können. Wer wählen kann, ist souverän. Wer nicht mehr wechseln kann, ist es nicht – ganz gleich, wo die Server stehen.

Dieser Gedanke zog sich wie ein roter Faden durch den ganzen Tag. Am Nachmittag gab ihm Maciej Brzeziński von der Europäischen Zentralbank eine Form, die ich sofort mitgenommen habe: das Bild vom Eisberg. Der sichtbare Teil – Anbieter, Vertrag, Cloud, Zertifikat – ist der kleine. Unter der Wasserlinie liegen die Dinge, die im Ernstfall entscheiden: Kompetenzen, Governance, Architektur, Notfallpläne, Exit-Fähigkeit und das Wissen der eigenen Leute. Oder, wie es auf seiner Folie hieß: *„You can buy a ship. You cannot buy seamanship.“*

Seine drei Prinzipien sind so einfach wie wirkungsvoll: die eigenen Abhängigkeiten kennen, den Schutz nach Kritikalität abstufen und die Fähigkeit zum Wechsel tatsächlich erhalten – nicht nur auf dem Papier. Das ist ein Prüfraster, das für eine Zentralbank genauso taugt wie für einen Caritasverband.

#### Vom Anspruch zur Wirklichkeit: was hier aufgebaut wurde

Dass all das keine Theorie bleibt, zeigt STACKIT selbst. Wer die Keynote von [Walter Wolf](https://www.linkedin.com/in/walter-wolf-79034a14/)
 gehört hat, versteht, warum. Der Mitgründer von STACKIT erzählte, wie die Schwarz Gruppe über Jahrzehnte immer wieder dieselbe Entscheidung getroffen hat: nicht abhängig sein zu wollen – ob bei Getränken, Backwaren oder der eigenen Logistik. Aus genau diesem Reflex entstand zuerst eine interne Cloud und dann ein europäischer Cloud-Anbieter. Als man damit begann, hieß es: *„You guys are crazy.“* Heute ist daraus eine Plattform geworden, auf der Handel, Industrie, Verwaltung und Gesundheitswesen ihre Anwendungen betreiben.

Die Bilanz, die an diesem Tag gezogen wurde, ist beeindruckend: neue Rechenzentren in Lübbenau und Dummerstorf, Partnerschaften mit europäischen KI- und Sicherheitsanbietern, ein großer Rahmenvertrag mit der Europäischen Kommission, die Expansion in die Niederlande und nach Belgien, RISE with SAP künftig auch auf STACKIT – und ein Partnernetz, das von rund 30 auf über 750 Partner gewachsen ist. Dahinter steht eine unternehmerische Entscheidung, die man nicht hoch genug einschätzen kann: in eine europäische Infrastruktur zu investieren, als viele noch abgewartet haben.

Walter Wolfs Schlussappell hätte das Motto des ganzen Tages sein können: nicht länger im Konjunktiv über Digitalisierung reden – *would, should, could* –, sondern machen.

#### Wo es konkret wird: Verwaltung, die liefert

Wie das in der Praxis aussieht, habe ich im Industry Room Public Sector erlebt – und ich war beeindruckt. [Matthias Späth](https://www.linkedin.com/in/matthias-sp%C3%A4th-978684299/)
 von der Oberfinanzdirektion Frankfurt stellte die hessische SteuerCLOUD vor: im Mai 2025 eine Idee, im Juni 2026 produktiv. Bestehende Verfahren laufen weiter im eigenen Rechenzentrum, neue KI-Anwendungen wie der Chatbot „Maxi“ gezielt auf STACKIT. Thüringen nutzt die KI-Produkte bereits mit, weitere Länder bereiten den Anschluss vor. Ein gutes Jahr von der Idee bis zur Produktion – in einer Landesverwaltung. Das sollte allen Mut machen, die meinen, in öffentlichen Strukturen gehe so etwas nicht.

[Erik Doernenburg](https://www.linkedin.com/in/edoernenburg/)
 und [Volker Hartmann (Schiewe)](https://www.linkedin.com/in/volker-h/)
 vom DigitalService des Bundes berichteten erfrischend offen, wie sie unter anderem das neue Rechtsinformationssystem auf STACKIT betreiben – mit allem, was dazugehört, auch mit Lücken, die man selbst schließen musste. Ihr Fazit: *„But it works for us.“* Genau diese Ehrlichkeit macht den Weg glaubwürdig.

Im anschließenden Panel mit [Ammar Alkassar](https://www.linkedin.com/in/ammaralkassar/)
 (GovTech Deutschland), [Michael Pfleger](https://www.linkedin.com/in/michael-pfleger-048317123/)
 (FITKO), [Karl-Heinz Land](https://www.linkedin.com/in/kland/)
 ([neuland.ai](https://neuland.ai/)
) und [Bernd Krakau](https://www.linkedin.com/in/bernd-krakau-b0083543/)
 ([Komm.ONE](https://www.komm.one/startseite)
), moderiert von [Laura Anna Baur](https://www.linkedin.com/in/laura-baur/)
, ging es um die große Frage dahinter: Wie kommen 11.000 Kommunen aus dem Silo-Denken heraus? Die Antworten reichten vom „Deutschlandstack“ über gemeinsame Basiskomponenten bis zu einem Satz von Michael Pfleger, der mir nachgeht: Kommunen sollen IT künftig nutzen, nicht mehr selbst betreiben.

Und dass souveräne Cloud auch höchsten Sicherheitsanforderungen genügen kann, zeigte [Thomas Berger](https://www.linkedin.com/in/thomas-berger-17b4491bb/)
 in seiner Keynote: Die Polizei Baden-Württemberg verarbeitet seit Dezember 2025 Verschlusssachen auf STACKIT-Infrastruktur. Sein Leitsatz: **Transformation ist eine Entscheidung, kein Projekt.**

#### Worum es am Ende geht: Menschen

Der bewegendste Moment des Tages kam für mich im Industry Room Health. Zunächst zeigten Sana Kliniken und Avelios, wie ein großer Klinikkonzern sich aus geschlossenen Systemen löst – mit STACKIT als souveränem Fundament und einem offenen, modularen Krankenhausinformationssystem. Ziel ist, Ärztinnen, Ärzten und Pflegekräften Zeit für das zurückzugeben, wofür sie ihren Beruf gewählt haben.

Dann wurde [Dave deBronkart](https://www.linkedin.com/in/epatientdave/)
 zugeschaltet, weltweit bekannt als „e-Patient Dave“. Er erzählte, wie drei Kliniken mit derselben Software seine Werte in getrennten Silos führten – und erst eine KI das Gesamtbild zusammensetzte. Sein Schlusssatz ist mir besonders im Gedächtnis geblieben: *„Standardization and interop isn’t bureaucracy. It’s compassion for the suffering, at scale.“*

Deutlicher kann man nicht sagen, warum digitale Souveränität, offene Standards und sichere Infrastruktur keine Selbstzwecke sind. Es geht um Menschen – um Patientinnen und Patienten, um Bürgerinnen und Bürger, um die Beschäftigten, die jeden Tag für sie da sind. Thomas Berger schloss den Tag mit einem ähnlichen Gedanken: Vertrauen – in Partner, in Technologie und in vielfältige Teams – ist die eigentliche Ressource. Und: Wenn Europa nicht für Vielfalt steht, wer dann?

#### Was ich für Kirche und Wohlfahrt mitnehme

Für uns im [Caritas-Netzwerk IT e. V.](https://www.linkedin.com/company/caritas-netzwerk-it/)
 und für die freie Wohlfahrtspflege insgesamt war dieser Tag in mehrfacher Hinsicht wertvoll. Wir verarbeiten einige der sensibelsten Daten überhaupt: Gesundheits-, Pflege- und Sozialdaten von Menschen, die uns vertrauen. Wir stehen vor demselben Fachkräftemangel wie alle anderen, oft mit deutlich kleineren IT-Budgets. Und wir brauchen Lösungen, die rechtssicher, bezahlbar und dauerhaft verlässlich sind.

Drei Gedanken nehme ich mit:

- **Souveränität als Wahlfreiheit** ist der richtige Maßstab auch für unsere Träger – nicht „alles selbst“ oder „alles zu den großen US-Anbietern“, sondern bewusst entscheiden und wechseln können.
- **Das Prüfraster der EZB** – Abhängigkeiten kennen, Schutz nach Kritikalität abstufen, Exit-Fähigkeit üben – lässt sich unmittelbar auf Fachverfahren, Cloud-Dienste und KI-Anwendungen in der Wohlfahrt übertragen.
- **Nutzen statt betreiben** gilt für viele unserer Einrichtungen genauso wie für kleine Kommunen. Gebündelte, souveräne Angebote sind der Weg, wie auch kleinere Träger an dieser Entwicklung teilhaben können.

Es hat mich gefreut, zu sehen, dass auch kirchliche und soziale Organisationen bereits zu den Kunden von STACKIT gehören. Der Weg ist also gebahnt – und ich freue mich darauf, ihn gemeinsam weiterzugehen.

#### Danke

Ein großes Dankeschön an alle, die diesen Tag möglich gemacht haben: an das gesamte Organisationsteam von [STACKIT](https://www.linkedin.com/company/stackit-cloud-colocation/)
 und [Schwarz Digits](https://www.linkedin.com/company/schwarz-digits/)
, an die Moderatorinnen [Susanne Schöne](https://www.linkedin.com/in/susanne-sch%C3%B6ne/)
 und [Désirée Duray](https://www.linkedin.com/in/dduray/)
, die souverän durch einen dichten Tag geführt haben, an alle Speakerinnen und Speaker für ihre Offenheit – und an die vielen Menschen, mit denen ich in den Pausen ins Gespräch gekommen bin.

Mein ganz besonderer Dank gilt [Boris Meretzki](https://www.linkedin.com/in/bomere/)
, der mich eingeladen hat. Ihm liegt es sehr am Herzen, Kirche, Wohlfahrt und Non-Profit-Organisationen in diese Gemeinschaft zu holen – und genau das ist ihm gelungen. Danke, dass ich dabei sein durfte!

Und: Wir sind stolz, [Boris Meretzki](https://www.linkedin.com/in/bomere/)
 schon nächste Woche bei der IT-Leiter-Tagung der Caritas als Keynote-Speaker & Sponsor begrüßen zu dürfen – wir sind schon ganz gespannt!

Der nächste Cloud X Summit findet am 3. und 4. November 2027 in der STATION Berlin statt. Ich bin gerne wieder dabei.

Transparenz: Der Artikel ist mit Hilfe von KI ausformuliert worden. Die Verantwortung für die Gedanken, die Abwägung von Schwerpunkten und potenzielle Fehler liegt natürlich beim Autor.

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*Dieser Beitrag ist am 25. September 2026 auch auf [LinkedIn](https://www.linkedin.com/pulse/souver%C3%A4nit%C3%A4t-kann-man-nicht-kaufen-muss-sie-bauen-meine-m%C3%BCller-iiytf/)
 erschienen.*

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