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Caritas-Netzwerk IT

Leistungen

Erfahrungsaustausch, Cyber-Feuerwehr und strategische Beratung.

Der Caritas-Netzwerk IT e. V. bündelt, was einzelne Träger allein kaum stemmen können. Zwei Angebote stehen im Mittelpunkt: der kollegiale Erfahrungsaustausch, der allen Mitgliedern offensteht, und die Cyber-Feuerwehr – ein gemeinsam verhandelter Vertrag für den IT-Notfall.

Erfahrungsaustauschgruppen

Der Kern der Netzwerkarbeit sind die moderierten Erfahrungsaustauschgruppen. Dort kommen Fachleute aus der Caritas-Welt zusammen, die sich mit ähnlichen Themen und Herausforderungen beschäftigen. Der Grundgedanke ist einfach: voneinander lernen, miteinander wachsen.

Es geht nicht um fertige Lösungen von der Stange, sondern um echte Praxiserfahrungen: Was hat funktioniert? Was nicht? Welche Stolpersteine gab es? Wer hat dasselbe Problem – und vielleicht schon eine Lösung? Genau dieser offene Austausch auf Augenhöhe macht die Gruppen wertvoll.

Aktuell sind es sechs Gruppen mit rund 240 Personen aus 78 Mitgliedsorganisationen (Stand August 2026). Mehrfachteilnahme ist die Regel – die meisten sind in zwei oder mehr Gruppen aktiv.

Die Gruppen im Einzelnen

Notfallmanagement

Backup-Strategien, Notfallkonzepte, Incident & Response, passende Software und alles rund um die IT-Notfallvorsorge.

Zuletzt unter anderem: Prävention statt Reaktion, Zero-Trust-Ansätze, IT-Sicherheitsreviews, Analyse der eigenen Angriffsfläche, Awareness-Schulungen.

Einführung und Nutzung von Microsoft 365

Erfahrungen bei Einführung, Migration und produktivem Einsatz von Microsoft 365 in Caritas-Einrichtungen – ausdrücklich auch zu Change-Management und rechtlichen Rahmenbedingungen.

Zuletzt unter anderem: Rollen- und Rechtekonzepte, Exit-Strategien für Cloud-Dienste, digitale Souveränität, Lizenzierung und Datenschutzkonformität, On- und Offboarding.

Connext Vivendi

Austausch rund um eines der führenden Fachsoftware-Systeme der Sozialwirtschaft: Einführung, Konfiguration, Updates und bewährte Vorgehensweisen.

Zuletzt unter anderem: Migration vom Rich Client in Richtung Web, Lizenz- und Refinanzierungsfragen, tarifliche Änderungen, Sprachdokumentation in der Pflege.

Einführung und Nutzung von KI

Künstliche Intelligenz in der Caritas: Einsatzszenarien, rechtliche Grundlagen, Werkzeuge, Change-Management sowie Chancen und Herausforderungen im praktischen Einsatz.

Zuletzt unter anderem: KI in Fachanwendungen, Governance und Schulungspflichten, KI-Strategie im CariNet, Umgang mit Schatten-IT, Refinanzierung von Innovation.

Neu seit Oktober 2025

SoCura-Kunden und Interessierte

Austausch für Einrichtungen, die SoCura als IT-Dienstleister nutzen oder das in Betracht ziehen.
Leitung: Joachim Fuchs, IT-Koordinator von Caritas Digital21

Zuletzt unter anderem: Support-Prozesse, Cloud-Strategie und digitale Souveränität, Update-Management, Performance-Fragen, Arbeitsplatz-Konzepte.

Neu seit September 2025

Digitalisierung und Strategie

Für alle, die in ihrer Organisation strategisch mit Digitalisierung befasst sind.
Leitung: Philipp Heinen, Digitalisierungsbeauftragter und Vorstandsreferent, Caritasverband Leverkusen

Zuletzt unter anderem: Was eine Digitalisierungsstrategie leisten muss, organisatorische Voraussetzungen, Haltung und Kultur, eigene Umsetzungskompetenz statt Einkaufsreflex.

Neu seit Mai 2026

Die Teilnahme an mehreren Gruppen ist ausdrücklich möglich. Das Angebot wächst: Weitere Gruppen zu neuen Themen sind in Planung.

Ergänzend: Innovations-Impulse

Seit Juni 2026 gibt es die Austauschreihe Innovations-Impulse – ein kürzeres Format, in dem einzelne Lösungen aus der Sozialwirtschaft vorgestellt und gemeinsam auf Nachnutzbarkeit geprüft werden. Anders als die festen Gruppen läuft die Reihe anlassbezogen.

Wie die Treffen ablaufen

  • Rhythmus: etwa alle vier Wochen. Je nach Ferienzeiten und anderen Vereinsterminen kann es zu Verschiebungen kommen.
  • Format: rein virtuell über Microsoft Teams. Jede Gruppe hat einen festen Link und einen eigenen Chat, der auch zwischen den Terminen genutzt wird.
  • Dauer: in der Regel 45 bis 60 Minuten.
  • Inhalt: mal reiner Austausch zu aktuellen Fragen, mal ein Impuls von außen – durch Dienstleister, Hersteller oder Fachleute.
  • Agenda: Die Themen bestimmen die Teilnehmenden selbst. Jede und jeder kann etwas einbringen: ein konkretes Problem, einen Projektbericht, eine Technologie, die vorgestellt werden soll.

Vertraulichkeit: die Chatham House Rule

In allen Treffen gilt die Chatham House Rule. Sie besagt: Inhalte und Erkenntnisse dürfen frei verwendet und weitergegeben werden – aber nicht, wer etwas gesagt hat oder welche Organisation welchen Beitrag geleistet hat.

  • Erlaubt: „Im Erfahrungsaustausch habe ich gelernt, dass man bei der Migration auf XY auf folgende Punkte achten sollte …“
  • Nicht erlaubt: „Der Träger ABC hat bei der Migration auf XY folgenden Fehler gemacht …“

Dieses Prinzip schafft einen geschützten Raum, in dem offen über Erfolge, aber auch über Probleme und Fehler gesprochen werden kann – ohne Sorge, dass etwas nach außen zugeordnet wird. Es ist ein wesentlicher Grund dafür, warum der Austausch so gut funktioniert.

Zusammenfassungen: kein Treffen verpassen

Jedes Treffen wird aufgezeichnet und ausführlich zusammengefasst. Der Weg dorthin ist bewusst datensparsam:

  1. Transkription mit einem Programm, das lokal auf unseren Rechnern läuft – dabei verlassen keine Daten unsere Systeme.
  2. KI-gestützter Entwurf der Zusammenfassung auf Basis des Transkripts.
  3. Redaktionelle Prüfung durch die Geschäftsstelle. Ungeprüfte Zusammenfassungen werden nie verschickt.
  4. Veröffentlichung im CariNet, verbunden mit einer Benachrichtigung an alle Teilnehmenden.

Über die Jahre ist daraus eine umfangreiche Wissensbasis entstanden. Wer bei einem Termin nicht dabei sein kann, liest nach – manche Mitglieder nehmen bewusst nur lesend teil. Die Zusammenfassungen sind ausschließlich für die Teilnehmenden der jeweiligen Gruppe bestimmt; Aufzeichnungen geben wir grundsätzlich nicht heraus.

Wer mitmachen kann

Voraussetzung ist eine Anstellung bei einer Mitgliedsorganisation des Caritas-Netzwerk IT e. V. Mehrere Personen aus derselben Einrichtung sind willkommen – häufig lohnt es sich, wenn verschiedene Rollen vertreten sind.

Zum Aufnahme-Formular

Neue Gruppen und Themenpat:innen sind ausdrücklich erwünscht. Wenn Ihnen ein Thema fehlt, sprechen Sie uns an – für den Start braucht es vor allem jemanden, der es moderieren möchte.

Was Sie erwarten können

  • Gut organisierte Treffen mit Agenda und Moderation
  • Rechtzeitige Information über Termine, Themen und Änderungen
  • Dokumentation der Ergebnisse im CariNet – mit Schreibrechten auch für Sie, für Fragen und eigene Beiträge zwischen den Treffen
  • Unterstützung bei technischen und organisatorischen Fragen
  • Ein wertschätzendes Miteinander auf Augenhöhe
  • Die Mitnahme konkreter Wünsche und Sorgen in andere Gremien und auf andere Ebenen

Incident & Response: die Cyber-Feuerwehr

Der Incident & Response-Vertrag ist eine Kooperation zwischen dem Caritas-Netzwerk IT e. V. und dem IT-Dienstleister SVA System Vertrieb Alexander GmbH. Bei IT-Notfällen haben Mitglieder des Vertrags Zugriff auf eine 24/7-Notfall-Hotline und bis zu 100 Stunden Expertenhilfe pro Sicherheitsvorfall. Die Expert:innen der SVA helfen schnell bei der Eindämmung und ersten Bewältigung des IT-Notfalls, ohne dass die betroffene Organisation wertvolle Zeit bei der Suche nach Hilfe verliert.

Roter Feuermelder an einer Wand – Symbolbild für die Cyber-Feuerwehr
Wie die Feuerwehr, nur für IT-Notfälle. Bild: Peter H / Pixabay

Warum ist eine Cyber-Feuerwehr wichtig?

Cyber-Angriffe häufen sich leider. Laut einer repräsentativen Umfrage von Bitkom – dem Branchenverband der deutschen Informations- und Telekommunikationsbranche – fühlen sich zwei Drittel aller Unternehmen durch Cyber-Attacken in ihrer Existenz bedroht. Auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik kommt in seinem jährlichen Lagebericht zu dem Schluss, dass die Bedrohung im Cyberraum so hoch ist wie nie zuvor.

Das betrifft nicht nur große Unternehmen, sondern zunehmend auch kleine sowie öffentliche Organisationen. Leider ist davon auch die Sozialwirtschaft nicht ausgenommen: Angriffe auf soziale Organisationen mehren sich. In Datenbanken wie dem DSGVO-Portal oder KonBriefing sind öffentlich gewordene IT-Sicherheitsvorfälle gelistet – hier können Sie sich selbst ein Bild davon machen, wie häufig Cyber-Angriffe in Deutschland sind. Sie werden dort auch immer wieder Organisationen der freien Wohlfahrt, Krankenhäuser, soziale Stiftungen und andere gemeinnützige Einrichtungen entdecken.

Wiegen Sie sich daher bitte nicht in falscher Sicherheit: Ihre Organisation ist weder zu klein noch zu wohltätig, als dass sie nicht ins Visier von Cyber-Kriminellen gelangen könnte.

Was bedeutet „Incident & Response“?

Stellen Sie sich vor, in Ihrer Organisation bricht ein Feuer aus. Ihr erster, natürlicher Impuls wird zunächst der folgende sein: Panik. Die Panik wird jedoch nicht überhandnehmen, denn: Sie wissen genau, welche Notrufnummer Sie wählen müssen, es gibt Evakuierungspläne, und in kürzester Zeit ist die Feuerwehr bei Ihnen vor Ort, um den Brand zu löschen.

Genauso brauchen Sie bei einem IT-Sicherheitsvorfall erstens Experten, die in kürzester Zeit zur Stelle sind, und zweitens Notfallpläne, nach denen Sie handeln können. Die SVA bietet Ihnen beides: Bei der Notfall-Hotline, die 24/7 besetzt ist, können Mitglieder des Vertrags jederzeit anrufen – egal ob Sie sich schon sicher sind, dass es sich um eine Cyber-Attacke handelt, oder ob Sie nur einen Verdachtsfall abklären möchten. Die SVA stellt Ihnen dann ein Team von Experten zur Seite, die den Schaden eindämmen, den Vorfall IT-forensisch analysieren und helfen, Ihre IT-Systeme wieder an den Start zu bringen. Bei Aufnahme in den Vertrag erhalten Sie außerdem Zugriff auf und eine Einführung in hilfreiche Dokumente wie Playbooks, Konfigurationshinweise für IT-Infrastrukturen und Checklisten.

Was ist im Vertrag enthalten?

  • Zugriff auf ein erfahrenes Team von Incident & Response-Experten der SVA
  • Eine 7×24h-Notfallnummer, die Vertragsteilnehmern exklusiv zur Verfügung steht. SVA garantiert eine Remote-Unterstützung innerhalb von maximal 4 Stunden durch einen qualifizierten Mitarbeiter sowie, wenn nötig, eine Vor-Ort-Unterstützung innerhalb von maximal 24 Stunden.
  • 100 Stunden „Cyber-Feuerwehr“ (also SVA-Dienstleistungsstunden) pro erfolgtem Angriff pro Mitglied – akute Hilfe zum „Brandlöschen“, keine „Wiederaufbauarbeiten“
  • Zugriff auf hilfreiche Dokumente (Playbooks, Konfigurationshinweise für IT-Infrastrukturen, Checklisten, Folien vom Onboarding und Workshops) über das CariNet
  • Gemeinsame Workshops zu relevanten Themen im IT-Sicherheitsumfeld (2–3 pro Jahr)

Wie läuft der Beitritt ab?

Zu Vertragsstart veranstaltet die SVA mit neuen Vertragsmitgliedern ausführliche, verpflichtende Onboarding-Workshops. Dort wird die konkrete Zusammenarbeit besprochen, die verfügbaren Unterlagen werden vorgestellt und das Vorgehen im Ernstfall erläutert. Wir empfehlen, dass daran ein Mitglied der Geschäftsführung sowie eine Person mit IT-Überblick teilnehmen.

Um Aufwand und Kosten für alle gering zu halten, finden diese Workshops mit allen neuen Mitgliedern gemeinsam statt. Der Beitritt erfolgt daher in sogenannten „Wellen“ zu bestimmten Terminen. Die kommenden sind:

  • 1.10.2026
  • 1.1.2027

Die Vertragsunterzeichnung muss vor dem jeweiligen Beitrittstermin erfolgt sein. Im Vorfeld jedes Termins finden Informationsveranstaltungen statt.

Nach der Aufnahme beantworten Sie einen Fragenkatalog zu Ihrer IT-Landschaft – etwa zu Betriebssystemen, Backup-Lösungen und Mobile-Device-Management. Je besser die SVA Ihre Umgebung kennt, desto schneller kann sie im Ernstfall helfen.

Für wen gilt das Angebot, was kostet es?

Seit Oktober 2023 haben bereits zahlreiche Mitglieder im Caritas-Netzwerk IT e. V. vom Incident & Response-Service profitiert und sind erfolgreich durch IT-Krisen gekommen. Seit November 2024 steht der Vertrag allen Mitgliedern des Deutschen Caritasverbands offen – direkte sowie weitergereichte Mitgliedschaft.

Als Mitglied beim Deutschen Caritasverband haben Sie Zugriff auf das verbandsweite Intranet, das CariNet. Dort finden Sie eine ausführliche Präsentation sowie die konkreten Beitrittsbedingungen inklusive der Kosten pro Vollzeitäquivalent: Vertragsangebot Incident & Response Caritas-Netzwerk IT e. V. in der für alle offenen Gruppe „Allgemeine Informationen zum Caritas-Netzwerk IT e. V.“.

Sie sind sich nicht sicher, ob Sie Mitglied im Deutschen Caritasverband sind? Um Mitglied beim Deutschen Caritasverband zu sein, müssen Sie nicht „Caritas“ im Namen tragen. Wenn Ihre Organisation im sozialen Bereich tätig und katholisch ist, besteht eine gute Chance, dass Sie Mitglied sind. Fragen Sie im Zweifelsfall bei Ihrer Geschäftsführung nach.


Interesse? Sprechen Sie uns an

Für Fragen zu den Erfahrungsaustauschgruppen, zum Incident & Response-Vertrag oder zu den Terminen der Informationsveranstaltungen:

Gerhard Müller, Geschäftsführer
gerhard.mueller@caritas-netzwerk-it.de · +49-179-133-8060

Mirco Beyer, Referent für Kooperationsentwicklung
mirco.beyer@caritas-netzwerk-it.de · +49-1556-617-5294