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KI-Werkzeugkasten: Der einfache Anfang mit KI für Ihre Organisation

15. Oktober 2026

Der KI-Werkzeugkasten bündelt, was das Caritas-Netzwerk IT für seine Mitglieder zu Künstlicher Intelligenz erarbeitet hat: Werkzeuge, die im Browser laufen, Vorlagen zum Anpassen und Nachschlagewerke für die Tiefe. Er führt in vier Schritten zu einem geordneten KI-Einsatz und richtet sich an Leitungen, KI-Koordinationen, IT-Verantwortliche und alle, die in ihrer Organisation mit KI anfangen wollen.

10 Ordner · 6 Werkzeuge im Browser · kostenfrei für Mitglieder

Worum es geht

In vielen Organisationen wird KI schon genutzt, oft ohne gemeinsame Regeln und ohne feste Ansprechperson. Der Werkzeugkasten hilft, daraus einen geordneten Einsatz zu machen. Dafür braucht es keine neue Stelle, keine Software und keine Lernplattform: Die Werkzeuge sind Dateien, die im Browser laufen, die Vorlagen sind Word-Dateien, in denen Sie nur noch das Eigene eintragen.

Sie brauchen nicht alles, und Sie brauchen es nicht in einem Zug. Ist KI für Sie neu, lesen Sie zuerst „KI in fünf Minuten“, danach das Einstiegsblatt „So fangen Sie an“. Es ordnet alles in vier Schritte und nennt den kürzesten Weg, wenn es schnell gehen muss.

Vorgestellt haben wir den Werkzeugkasten am 6. und 15. Oktober 2026 in zwei Online-Terminen für die Mitglieder. Die Folien liegen im Ordner „09 Vortragsfolien“.

Der Einstieg in vier Schritten

Schritt Werkzeug Zeit Ergebnis
1 Wissen, wo Sie stehen KI-Selbstcheck 10 bis 30 Minuten Standort in sechs Bereichen und drei nächste Schritte
2 Regeln aufschreiben KI-Leitlinien-Generator etwa 2 Stunden bis zur Vorlage für die Gremien eine Leitlinie für Ihre Organisation, jede Regel begründet
3 Zuständigkeit benennen Rollenkatalog, Einstiegsheft, Lernstrecke 1 Stunde Lesen, dann nach Bedarf eine benannte KI-Koordination mit Auftrag und Zeitanteil
4 Beschäftigte mitnehmen Basisschulung „KI im Arbeitsalltag“ 90 Minuten je Runde oder etwa 40 Minuten zum Selbstlesen geschulte Mitarbeitende und ein Nachweis

Viele Organisationen benennen die KI-Koordination zuerst und geben ihr den zweiten Schritt. Beides geht; wichtig ist, dass die Leitlinie vor der Schulung steht. Die Basisschulung hat vier Stellen, an denen Ihre Organisation etwas eintragen muss: was freigegeben ist, wo die Leitlinie steht, wer die Ansprechstelle ist und wie der Meldeweg lautet.

Was in den zehn Ordnern liegt

Jede Datei trägt ihre Fassung im Namen. Lange Nachschlagewerke liegen jeweils im Unterordner „Zum Nachschlagen“; für den Einstieg brauchen Sie sie nicht.

00 Lies mich

  • KI in fünf Minuten: die Mini-Einführung, wenn KI für Sie oder Ihre Mitarbeitenden neu ist, mit zwölf einfachen Anwendungen für den Anfang
  • So fangen Sie an: das Einstiegsblatt mit den vier Schritten und dem kürzesten Weg, als PDF und Word
  • Inhalt und Stand: alle Dateien mit ihrem Stand auf einen Blick

01 Leitung

  • Einführungsguide „KI strategisch einführen“: KI einzuführen ist Führungs- und Veränderungsarbeit, kein IT-Projekt. Der Volltext mit Anhängen enthält eine Übersicht über alle 27 (Erz-)Diözesen
  • Leitungsfassung des Einführungsguides: vier Seiten für Vorstände und Aufsichtsgremien
  • KI: Pflicht oder Empfehlung? Was heute gilt, was erst kommt und was keine Pflicht ist, jeweils mit dem passenden Werkzeug; zwei Seiten, als PDF und Word

02 Schritt 1: Selbstcheck

  • KI-Selbstcheck „Wo stehen wir mit KI?“: zwölf Fragen, allein etwa zehn Minuten, zu dritt in der Leitungsrunde eine halbe Stunde. Am Ende stehen Ihr Standort in sechs Bereichen und drei nächste Schritte (Werkzeug für den Browser)

03 Schritt 2: Leitlinie

  • KI-Leitlinien-Generator: elf Fragen, daraus eine Leitlinie für Ihre Organisation und sechs weitere Dokumente als Word. Jede Regel ist begründet, auch aus Sicht der Mitarbeitervertretung, damit Ihre Gremien nachvollziehen können, warum sie darinsteht (Werkzeug für den Browser)
  • Beispiel Musterstadt: die Leitlinie und ihre Begründung, wie sie der Generator für eine erfundene Organisation erzeugt hat. So sehen Sie vorab, was herauskommt

04 Schritt 3: Rollen

  • Rollenkatalog „Wer macht das bei uns?“: die Rolle der KI-Koordination in drei Kernaufgaben, mit Zeitbudget nach Größe der Organisation und einem Musterbeschluss für die Benennung; als PDF und Word
  • Einstiegsheft „Sie sind benannt, was jetzt?“: die ersten vier Wochen der benannten Person, mit fertigen Textbausteinen, etwa für die Bekanntgabe an die Belegschaft; als PDF und Word
  • Lernstrecke „Weitergeben können“: für die KI-Koordination zehn Bausteine, etwa zehn Stunden über zehn Wochen; für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren vier Bausteine, etwa fünf Stunden. Jeder Baustein endet mit einem Ergebnis für Ihre Organisation, nicht mit einem Test (im Browser)
  • Zum Nachschlagen: die Empfehlung, warum die Rolle „KI-Koordination“ heißt

05 Schritt 4: Schulung

  • Basisschulung „KI im Arbeitsalltag“: ein Foliensatz für 90 Minuten mit ausführlichen Sprechernotizen, so geschrieben, dass ihn auch eine Person ohne KI-Vorkenntnisse halten kann; dazu ein Handout mit vier Seiten
  • Basisschulung zum Selbstlesen: dieselben Inhalte als Datei für den Browser, etwa 40 Minuten, für Beschäftigte, die keinen Termin wahrnehmen können. Ein Knopf am Ende öffnet die vorbereitete Teilnahmemeldung als E-Mail
  • Nachweisvorlagen: drei Vorlagen, um Ihre Maßnahmen zur KI-Kompetenz nach Artikel 4 der KI-Verordnung zu belegen, zusammen etwa zwei Stunden im Jahr; als PDF und Word
  • Weiterlernen: eine geprüfte Übersicht kostenfreier Lernangebote mit Zielgruppen und Umfang
  • Aufsichtsvorlage für Hochrisiko-Systeme: nur nötig, wenn ein System über Menschen mitentscheidet; als PDF und Word
  • Zum Nachschlagen: die ausführliche Handreichung zu Artikel 4 mit Rechtslage, Kompetenzmodellen, Angeboten und Aufwand

06 Auswahl

  • Tool-Übersicht: Hunderte Werkzeuge eingeordnet, nicht bewertet, mit einem Prüfraster aus neun Fragen, das Sie auch für Angebote nutzen können, die nicht darin stehen; im Browser und als PDF
  • Allzweck-Assistenten eingeordnet: die verbreiteten Assistenten wie ChatGPT, Claude, Copilot, Gemini oder Mistral, jeweils mit Vertragspartner, Datenstandort, Auftragsverarbeitung und Training; zwei Seiten, ohne Rangfolge, als PDF und Word
  • Anwendungsfälle: was über den Nutzen von KI belegt ist. Viele Anwendungsfälle sind beschrieben, bei wenigen ist die Wirkung belegt; als Kurzfassung mit den wichtigsten Befunden und Fragen vor der Unterschrift und als ausführlicher Katalog mit Steckbriefen und Quellen

07 Kennzeichnung

  • KI-Kennzeichnung für Bilder: Bild ablegen, Symbol wählen, herunterladen, ohne Grafikprogramm. Dazu die Symbole zum Weiterverwenden als SVG und PNG (Werkzeug für den Browser). Täuschend echte KI-Bilder, -Videos und -Töne kennzeichnen: Pflicht. Alle übrigen KI-Bilder: empfohlen.

08 Geld und Recht

  • Die Sozialgesetzbücher: was IT und Digitalisierung refinanziert: Rechtslage und Lösungswege, die Wege der Refinanzierung Buch für Buch, Länder und Landesebene, Datenschutz und NIS-2 sowie das Pflegeneuordnungsgesetz; mit einer Kurzfassung am Anfang

09 Vortragsfolien

  • Die Folien der Vorstellung für die Mitglieder, mit dem Anhang zum Nachschlagen

Sechs Werkzeuge direkt im Browser

Diese Werkzeuge öffnen im Mitgliederbereich mit einem Klick, ohne Installation und ohne weitere Anmeldung:

  • KI-Selbstcheck „Wo stehen wir mit KI?“
  • KI-Leitlinien-Generator
  • Lernstrecke „Weitergeben können“
  • Basisschulung zum Selbstlesen
  • Tool-Übersicht
  • KI-Kennzeichnung für Bilder

Jedes Werkzeug können Sie auch herunterladen. Die Datei läuft dann genauso, mit einem Doppelklick und ohne Internetverbindung. Erprobt haben wir die Werkzeuge in Google Chrome; andere aktuelle Browser sollten funktionieren. Wenn nicht, sagen Sie uns bitte Bescheid. Sperrt Ihre IT heruntergeladene HTML-Dateien, nehmen Sie einfach die Fassung im Mitgliederbereich.

Was mit Ihren Eingaben geschieht

Die Werkzeuge laufen vollständig in Ihrem Browser. Nichts wird übertragen, es gibt kein Benutzerkonto in den Werkzeugen und keine Datenbank bei uns. Was Sie im Selbstcheck, im Generator oder in der Lernstrecke eingeben, bleibt im Browser des Geräts, an dem Sie arbeiten. Das gilt auch, wenn Sie ein Werkzeug im Mitgliederbereich öffnen: Unsere Webseite liefert nur die Datei aus.

Die Word-Dateien sind zum Anpassen da. Was in eckigen Klammern steht, füllt Ihre Organisation aus.

So kommen Sie hinein

Der Werkzeugkasten liegt im Mitgliederbereich unserer Webseite. Dort fragt ein Formular nur ein Passwort ab, ein Benutzerkonto brauchen Sie nicht. Neben den einzelnen Dateien finden Sie dort den ganzen Werkzeugkasten als eine ZIP-Datei mit denselben Ordnern.

Das Passwort steht im CariNet in der Gruppe „Allgemeine Community“, in der Beschreibung der Gruppe. Wer dort nicht Mitglied ist, schreibt eine kurze Mail an info@caritas-netzwerk-it.de.

Zum KI-Werkzeugkasten im Mitgliederbereich

Pilot mit drei Organisationen

Alles im Werkzeugkasten ist gebaut und geprüft, aber noch nicht im Alltag einer Organisation erprobt. Deshalb begleiten wir in den nächsten sechs Monaten, bis etwa April 2027, drei Pilot-Organisationen, die den einfachen Anfang mit uns gehen. Aus ihren Erfahrungen verbessern wir die Werkzeuge; danach führen wir das Ergebnis als Good Practice für alle Mitglieder zusammen.

Interesse genügt per Mail an Gerhard Müller oder Mirco Beyer, bis zum 30. Oktober 2026. Bis zum 6. November wählen wir drei Organisationen aus, gemischt nach Größe, Arbeitsfeld und (Erz-)Diözese. Die Begleitung besteht aus drei Terminen von je 60 Minuten online zwischen November und März; dazwischen gehen die Organisationen die Schritte in ihrem eigenen Alltag.

Was wir uns wünschen

Ihre Rückmeldung ist das Wertvollste, was Sie uns geben können. Ein paar Zeilen genügen. Besonders helfen uns Antworten auf vier Fragen:

  • Was würden Sie nicht einsetzen, und warum? Diese Antwort zeigt uns am schnellsten, wo ein Werkzeug an der Wirklichkeit Ihrer Organisation vorbeigeht.
  • Was hat geholfen, und was fehlt? Auch kleine Hinweise zählen: ein unklarer Satz, eine fehlende Frage, ein Arbeitsfeld, das nicht vorkommt.
  • Welche einfache Aufgabe kostet bei Ihnen jeden Tag Zeit? Aus Ihren Anwendungsfällen entsteht, was wir als Nächstes gemeinsam angehen.
  • Was sagen Ihre Mitarbeitervertretung und Ihr Datenschutz? Was Ihre Organisation dazu sagt, fließt in die nächste Fassung ein.

Schreiben Sie an Gerhard.Mueller@caritas-netzwerk-it.de oder Mirco.Beyer@caritas-netzwerk-it.de.

Wie wir den Werkzeugkasten aktuell halten

Aus Ihren Rückmeldungen werden neue Fassungen. Sie kommen an denselben Ort und tragen ihren Stand im Dateinamen. Wer bei einer neuen Fassung Bescheid bekommen möchte, schreibt uns kurz; dann bekommen Sie eine Mail.

Die Aussagen zu KI-Verordnung, kirchlichem Datenschutz und Mitarbeitervertretungsordnung gleichen wir vierteljährlich ab, im Januar, April, Juli und Oktober, und sofort, wenn sich etwas Wesentliches ändert. Alle Rechtsaussagen im Werkzeugkasten folgen einem gemeinsamen Wortlaut, und bei jeder neuen Zusammenstellung prüfen wir jede Datei darauf. Eine juristische Durchsicht dieses Wortlauts ist vorbereitet; unser Ziel ist das Ende des Jahres.

Die Unterlagen dienen der Orientierung und ersetzen keine Rechtsberatung. Die Verantwortung für den Einsatz bleibt beim Träger, und der Datenschutz gehört vor jeder Einführung dazu.

Austausch mit anderen Organisationen

Über Erfahrungen mit dem Werkzeugkasten sprechen wir in der Erfahrungsaustauschgruppe „Einführung und Nutzung von KI“. Sie steht allen Mitarbeitenden von Mitgliedsorganisationen offen, die Aufnahme ist unkompliziert.

Zum Aufnahme-Formular Mehr zu den Gruppen

Bei Fragen: Gerhard Müller, Geschäftsführer, und Mirco Beyer, Referent für Kooperationsentwicklung.

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